Energieverbund

Altstetten.

Umweltfreundliche Wärme und Kälte mit regionaler Wertschöpfung.

In Zürich-Altstetten und Teilen von Höngg entsteht der Energieverbund. Die Stimmberechtigten der Stadt Zürich haben am 10. Februar 2019 mit 87,7% dem Vorhaben zugestimmt. Dadurch eröffnet sich eine neue Option zum Heizen und Kühlen mit umweltfreundlicher Energie.

Der Energieverbund als Erfolgskonzept.

Der Energieverbund Altstetten nutzt mit dem gereinigten Abwasser aus dem Klärwerk Werdhölzli die gleiche Energiequelle wie der Energieverbund Schlieren. Dieser versorgt seit mehr als zehn Jahren die Liegenschaften von über 70 Kundinnen und Kunden zuverlässig, kostengünstig und umweltschonend mit Wärme und/oder Kälte. Dadurch werden 3.4 Mio. Liter Heizöl pro Jahr eingespart. Dies entspricht einer CO₂-Reukton von 8310 Tonnen und schont nicht nur den Geldbeutel sondern auch die Umwelt. Zudem ist geplant, zusätzliche Abwärme von der Klärschlammverwertungsanlage Werdhölzli (KSV-Anlage) als Energiequelle zu nutzen.

Wie funktioniert ein Energieverbund?

Wo und wann ist ein Anschluss möglich?

Der Anschluss erster Gebäude ist auf Herbst 2020 geplant. Die Erschliessung des gesamten Gebiets wird in mehreren Etappen erfolgen.

Höngg und Altstetten Nord Versorgung erster Gebäude ab Herbst 2020, Offerten ab sofort
Altstetten Mitte und Süd In Planung

Unter folgendem Link können Sie gebäudegenaue Informationen zum Energieverbund Altstetten abrufen.

Unser Angebot

Anschluss
Mit einem Anschluss an den Energieverbund sind Sie von Anfang an dabei und profitieren von umweltfreundlich produzierter Wärme aus 75 % oder 100 % erneuerbaren Energien.

Anschlussvorbereitung
Wir ziehen eine Versorgungsleitung in Ihre Liegenschaften – zu minimalen, einmaligen Kosten ohne weitere Verpflichtung. Die Energielieferung erfolgt erst zum von Ihnen gewünschten Zeitpunkt. Zum Beispiel dann, wenn Sie Ihre Heizung ersetzen.

Übergangslösung
Falls Liegenschaften vor der Erschliessung einen Ersatz Ihrer Heizungsanlage benötigen, bietet ewz ab einer Anschlussleitung von 100kW eine Übergangslösung.

Der Anschluss lohnt sich.

  • Langfristig planbare Energiekosten.

    Sie bezahlen nur die bezogene Energiemenge und die installierte Leistung. Die Kosten für Planung, Bau und Betrieb übernehmen wir.

  • Versorgungssicherheit.

    Die Versorgung Ihrer Liegenschaft wird rund um die Uhr überwacht. Eine allfällige Störung wird ohne Kostenfolge für Sie behoben.

  • Lokale Wertschöpfung.

    Sie tragen dazu bei, Altstetten und Höngg nachhaltig weiterzuentwickeln. Zusätzlich erfüllen Sie die aktuellen und zukünftige energiepolitischen Anforderungen.

  • Nachhaltigkeit.

    Sie helfen mit, den CO₂-Ausstoss in Altstetten und Höngg zu senken und reduzieren dadurch ihre CO₂-Abgabe.

  • Keine Investitionsrisiken.

    Sie gehen kein Risiko ein, denn wir übernehmen die Investitionen für den Energieverbund und tragen die finanzielle und technische Verantwortung.

  • Investition mit Zukunft.

    Sie bringen Zürich der 2000-Watt-Gesellschaft einen grossen Schritt näher.

Realisierung – die nächsten Schritte.

Zeitraum Details
ca. Q4 2019 bis Q2 2020 Das Herzstück des Energieverbunds befindet sich auf dem Areal des Klärwerk Werdhölzli. Von hier aus werden die geplanten Fernleitungsnetze Altstetten Nord und Höngg mit Wärme und/oder Anergie versorgt. Um das Leitungsnetz auf dem Areal des Klärwerks zu realisieren, müssen zum Teil Hindernisse, hier mit Hilfe einer  Rohrbrücke überbrückt werden.
   
Zeitraum Details
ca. Q4 2019 bis Q1 2020 Für die Verbindung vom Klärwerk Werdhölzi zum geplanten Fernleitungsnetz im nördlich gelegenen Höngg stellt die Limmat ein Hinderniss dar. Mit einer sogenannten Spülbohrung unter dem Fluss hindurch entsteht eine unterirdische Verbindung zwischen dem Areal des Klärwerks und Höngg. Hier können dann die Leitungsrohre hindurchgezogen und so mit dem künftigen Fernleitungsnetz in Höngg verbunden werden.
Zeitraum Details
ca. Q1 2020 bis Q3 2021 Zu den ersten Strassenabschnitten in Höngg, welche mit umweltfreundlicher Wärme aus dem Energieverbund erschlossen werden zählt ein Abschnitt der Frankentalstrasse. Die Tiefbauarbeiten für den Energieverbund werden mit anderen städtischen Bauaktivitäten koordiniert, um die Beeinträchtigung der Bevölkerung durch Baustellen möglichst gering zu halten.
Zeitraum Details
ca. Q3 2019 bis Q1 2020 Auf einer Grossbaustelle an der Vulkanstrasse entstehen neue Gewerbeliegenschaften wie beispielsweise die MANUFAKT8048 oder Preola.. Zeitlich aufeinander abgestimmt werden dazu parallel die Fernleitungen auf dem Areal als Teil des Fernleitungsnetzes Altstetten Nord und die Anschlüsse der neuen Gebäude an den Energieverbund realisiert.
Zeitraum Details
ca. Q3 2020 bis Q3 2021 Im Abwärmenutzungsgebäude (AWN-Gebäude) auf dem Areal des Klärwerk Werdhölzli wird vor der Einleitung in die Limmat dem gereinigten Abwasser Wärme entzogen und in einen mit
Wasser betriebenen Zwischenkreis überführt, das sogenannte Anergieleitungsnetz. Um dies zu ermöglichen müssen im Abwärmenutzungsgebäude unter anderem Wärmetauscher installiert werden.
Zeitraum Details
ca. Q4 2019 bis Q1 2020 Das Gebiet zwischen Autobahn und Bahngleisen, sowie zu einem späteren Zeitpunkt auch Altstetten Mitte und Süd, soll mit einem Fernleitungsnetz erschlossen werden. Vom Klärwerk Werdhölzli nach Süden kommend stellt dabei zunächst die Autobahn ein Hindernis für den Bau dieser Fernleitungen dar. Dieses Hindernis wird mit einer Spülbohrung unterquert. Mit diesem Verfahren entfallen Einschränkungen für den Verkehr auf der Autobahn, da die Leitungen unterirdisch verlegt werden können.
Zeitraum Details
ca. Q4 2019 bis Q4 2020 In der Energiezentrale in der TSG-Halle des Klärwerk Werdhölzli wird die nötige Nutzwärme und -kälte erzeugt. Dafür müssen unter anderem mit Schwertransportern drei grosse Energiespeicher angeliefert und mit Kränen neben das Gebäude gehievt werden. Die Energiespeicher sind mit Wasser gefüllte thermische Speicher, welche dann zu einem späteren Zeitpunkt das Fernleitzungsnetz mit Wärme versorgen können.
Zudem wird hier das Herzstück des Energieverbunds - eine hocheffiziente Gross-Wärmepumpe zur Nutzbarmachung der Wärme aus dem gereinigten Abwasser eingebaut.
Zeitraum Details
ca. Q1 2020 bis Q3 2020 Neben der Wärme aus gereinigtem Abwasser wird Abwärme aus dem Verbrennungsprozess des Klärschlamms nutzbar gemacht. Dazu werden in diesem Bauabschnitt in der Energiezentrale der KSV-Anlage (KSV = Klärschlammverbrennung) unter anderem Wärmetauscher installiert.
Zeitraum Details
Q2 2020 In diesem Bauabschnitt werden in den Liegenschaften der Kunden und Kundinnen Wärme- bzw. Kälteübergabestationen realisiert und mit dem Fernwärme- bzw. Fernkältenetz verbunden. Damit stehen den ersten angeschlossenen Kunden und Kundinnen umweltfreundliche Wärme zum Heizen und Kälte zum kühlen ihrer Liegenschaften zur Verfügung.
Zeitraum Details
Q2 2019 bis Q2 2022 Die anspruchsvollen Anforderungen an die Eisqualität beim Haupteisfeld garantieren ein dichtes Netz von Kühlleitungen mit dem umweltfreundlichen Kältemittel Ammoniak. Dazu müssen in der Kältezentrale Kältemaschinen sowie Kälte- und Wärmespeicher installiert und mit den Kühlleitungen zu einem ausgeklügelten System verbunden werden. Zudem beliefert die Kältezentrale der Swiss Life Arena weitere Gebäude mit Kälte. Im Endausbau sollen so rund 20 Büro- und Gewerbeliegenschaften mit Kälte versorgt werden. Damit lassen sich hervorragend Synergien nutzen.
Zeitraum Details
Q1 bis Q3 2021 Die Swiss Life Arena wird an den Energieverbund angeschlossen. So kann die überschüssige Abwärme aus der Kälteproduktion der Arena dem Anergienetz des Energieverbunds abgegeben, in der Energiezentrale der TSG-Halle weiterverwendet und  anderen Gebäuden als Wärme zur Verfügung gestellt werden.
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