

Als die Eigentümerschaft des Manhattanparks die Sanierung der Dächer plante, entstand eine zusätzliche Idee: Wenn die Dächer ohnehin erneuert werden, warum nicht die Gelegenheit nutzen und künftig Solarstrom produzieren?
Die Motivation war klar. Die Bewohner*innen wollten von stabileren Stromkosten profitieren und zusätzlich die bereits vorhandene Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge mit lokal produziertem Strom versorgen.
Da die Eigentümerschaft keine eigene Investition tätigen wollte, suchte sie nach einem Modell, das die Finanzierung, den Bau und den späteren Betrieb der Anlage abdeckt. Mit ewz konnte sie dabei auf eine bestehende Zusammenarbeit aufbauen: Wenige Jahre zuvor hatte ewz die E-Mobilität-Ladeinfrastruktur der Siedlung geplant und umgesetzt.

Die eigentliche Herausforderung lag nicht in der Photovoltaikanlage selbst. Die Dachsanierung lief bereits, als ewz in das Projekt einstieg. Dadurch galt es, verschiedene Planungen, Gewerke und Zeitpläne miteinander abzustimmen. Gerüste, Materiallogistik und Bauabläufe waren bereits definiert. Ausserdem musste die neue PV-Anlage mit der bestehenden Ladeinfrastruktur im Untergeschoss verbunden werden. Dafür wurden Leitungen vom Dach durch den Liftschacht bis in den Keller geführt.
Die enge Abstimmung zwischen allen Beteiligten ermöglichte es, die PV-Anlage parallel zur Dachsanierung zu realisieren und vorhandene Synergien optimal zu nutzen.
ewz übernahm Planung, Finanzierung, Bau und Betrieb der Photovoltaikanlage im Rahmen von ewz Solar Contracting. Zusätzlich unterstützt ewz die Verwaltung mit weiteren Leistungen:
Für die Eigentümerschaft bedeutet das: keine Investitionskosten, keine Betriebsrisiken und kein Aufwand für Wartung oder Reparaturen.

Heute produziert die Anlage jährlich bis zu 263’840 Kilowattstunden Solarstrom. Ein Teil dieses Stroms wird direkt in den Wohnungen genutzt – damit können im Vergleich zu einer Liegenschaft, die konventionell produzierten Strom aus dem Netz bezieht, rechnerisch rund 100 Tonnen CO₂ vermieden werden.
Gleichzeitig versorgt die Anlage die Ladeinfrastruktur der Siedlung und unterstützt so eine nachhaltige Elektromobilität. Überschüssiger Strom wird ins Netz eingespeist.
Für grosse Wohnsiedlungen ist meist nicht die Technik die grösste Hürde, sondern die Finanzierung und die Koordination vieler Anspruchsgruppen.
Mit ewz PV-Contracting stellt die Eigentümerschaft lediglich die Dachfläche zur Verfügung. ewz übernimmt:
Die Anlage bleibt während 25 Jahren in der Verantwortung von ewz. Danach geht sie in das Eigentum der Liegenschaft über.
Wer Strom direkt vor Ort produziert und verbraucht, spart einen grossen Teil der Netzkosten und Abgaben. Dadurch kann Solarstrom trotz höherem Energiepreis insgesamt wirtschaftlicher sein.


