Auf dem Weg in die 2000-Watt-Gesellschaft spielt das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) eine wichtige Rolle – sei es mit seinen Kraftwerken, mit dem Angebot an Ökostrom, den Energiedienstleistungen oder seinen Pilotprojekten in den Bereichen Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Namentlich im Bereich der Solarenergie sind die Möglichkeiten aber noch nicht ausgeschöpft. Allerdings entwickelt sich der Markt bei den Dienstleistungen für Solarenergie rasant, und das ewz verfügt nicht über den nötigen Handlungsspielraum und die Ausgabenkompetenzen, um sich auf diesem Markt rasch und effektiv bewegen zu können. Mit einem Rahmenkredit von 10 Mio. Franken will der Stadtrat in unmittelbarer Zukunft die dafür nötigen Voraussetzungen schaffen.

 

Konkurrenz ist einen Schritt voraus

Der Rahmenkredit soll ewz erlauben, Dienstleistungen im Bereich Solarenergie auszubauen, so wie das andere Energieversorgungsunternehmen in der Schweiz bereits heute tun. Die aktuelle Produkteplatte von ewz entspricht zwar den derzeitigen Bedürfnissen von Kundinnen und Kunden, aber indem ewz bei seinen Angeboten Dienstleistungen von Dritten beziehen muss, ist es gegenüber den Konkurrenten zunehmend benachteiligt.

 

Vielversprechendes Geschäftsfeld

Der Rahmenkredit «New Business Solar» umfasst vier Bereiche: die Akquisition und Beteiligung an Solardienstleistungsunternehmen, die Realisierung von Pilotangeboten bzw. deren Einführung und Weiterentwicklung, das Angebot von Finanzierungs- und Contracting-Modellen sowie Investitionen in Startup-Unternehmen im Solarbereich. Die Energiebranche erlebt durch die fallenden Preise und die sich verändernden Kundenbedürfnisse derzeit einen starken Wandel, und ewz ist gefordert, neue Geschäftsfelder zu erschliessen und zusätzlichen Umsatz zu generieren. Das Geschäft mit Dienstleistungen für Solarenergie bietet ewz dafür eine ideale Möglichkeit.