Im Rahmen des Projekts «Métamorphose» wird das Eisstadion Malley vollständig zum Sport- und Freizeitzentrum «Centre sportif de Malley» (CSM) umgebaut. Es wird drei Eisfelder, drei Schwimmbecken – darunter ein Olympiabecken – sowie Räume für Tischtennis und Fechtsport umfassen. Auf den neuen Eisfeldern werden an der Jugendolympiade 2020 sämtliche Eissportwettbewerbe (Eishockey, Eiskunstlauf und Eisschnelllauf) durchgeführt.

Aufgrund der technischen Komplexität der zu installierenden Anlage, der äusserst knappen Lieferfristen und der angestrebten maximalen Energieeffizienz haben die SiL mit ewz einen Partner ausgewählt, der bereits über grosse Erfahrungen im Bereich der Energieversorgung von Eissportanlagen besitzt. ewz hat insbesondere die technischen Anlagen des Zürcher Hallenstadions realisiert. Eine Partnerschaft zwischen Lausanne und Zürich macht auch deshalb Sinn, da die Eishockeyweltmeisterschaft 2020 in diesen beiden Städten – d.h. im Hallenstadion und im CSM – stattfindet.

Am 24. Mai 2017 haben die beiden Partner ihre Zusammenarbeit mit der offiziellen Gründung der LaZur Energie SA (Zusammenzug der beiden Städtenamen Lausanne und Zürich) besiegelt. Die neue Gesellschaft hat ihren Sitz in Lausanne und ist mit einem Aktienkapital von CHF 2'900'000.– ausgestattet, das zu 51% von ewz und zu 49% von SiL gehalten wird.

Im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen des künftigen Sportzentrums hat ewz ein Energiekonzept ausgearbeitet, mit dem sich die Wärme- und Kälteerzeugung für die Frischluftversorgung und Eisproduktion optimieren lässt. Damit ist die Wärmeerzeugung zu einem grossen Teil CO2-neutral. Zudem könnten durch Rückgewinnung eines Teils der Abwärme der Kälteanlagen und dank Nutzung von Fernwärme jährlich bis zu 6'200 MWh Energie aus fossilen Brennstoffen eingespart werden, was einer Senkung der CO2-Emissionen um bis zu 1'230 Tonnen/jährlich entspricht. Die für den Betrieb der Anlagen zur Stromerzeugung notwendige Energie wird aus erneuerbaren Quellen stammen.

Konkret wird die LaZur Energie SA den Bau der Anlage übernehmen und gegenüber der Centre sportif de Malley SA als Betreiberin deren korrekte Funktion und die Einhaltung aller Fristen gewährleisten. Darüber hinaus wird sie während mehr als dreissig Jahren die Wartung und den Unterhalt der Anlagen sicherstellen. Während dieser Zeit wird sich das künftige Sportzentrum auf eine zuverlässige und umweltfreundliche Energieproduktion verlassen können.