Im September 2017 haben die Stimmberechtigten der Stadt Zürich einen Rahmenkredit von  200 Millionen Franken für Investitionen in die Produktion von Windenergie und Energie aus weiteren erneuerbaren Quellen gutgeheissen. Aus diesem Kredit erwirbt das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) die Projektgesellschaft Stigafjell Vind AS und damit den Windpark Stigafjellet. Verkäuferin ist die Eolus Vind Norge Holding AS, eine Tochter der schwedi- schen Gesellschaft Eolus. Diese hat bisher in Skandinavien Windparks mit insgesamt mehr  als 500 Windturbinen und einer Leistung von über 850 Megawatt (MW) realisiert und gehört  daher zu den grössten schwedischen Entwicklerinnen von Windkraftanlagen. Der Stadtrat hat dem Kauf zugestimmt.  

 

Ertragreicher Windstandort

Der Windpark Stigafjellet entsteht im Südwesten Norwegens, rund 12 Kilometer östlich des  Windparks Høg Jaeren, an dem das ewz seit 2010 beteiligt ist. Dieser gehört zu den ertragreichsten Binnenstandorten Europas, gemessen an der Energieproduktion pro installiertes MW. Die Leistung von Stigafjellet beträgt 30,1 MW und lässt eine jährliche Stromproduktion von rund 117 Gigawattstunden (GWh) erwarten. Die Inbetriebnahme der sieben Turbinen ist im Sommer 2020 geplant.

 

Windenergie insgesamt für 250 000 Haushalte

Mit dem Kauf des Windparks wird das ewz insgesamt über 91 Windturbinen in 17 Windparks  verfügen. Die jährliche Produktion aus allen ewz-Beteiligungen an Windkraftanlagen steigt damit von rund 580 GWh auf rund 700 GWh, was dem durchschnittlichen Stromverbrauch von rund 250 000 Zürcher Haushalten pro Jahr entspricht. Mit dem Windpark Stigafjellet kommt ewz beim Ausbau der Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen einen weiteren Schritt vorwärts.