Mit dem Kleinwasserkraftwerk Adont in der Nähe von Savognin wird ewz ab Ende 2022 jährlich 10,2 Gigawattstunden (GWh) Naturstrom produzieren. Mit einer Wasserfassung, die auf zirka 1740 Meter über Meer zu liegen kommt, wird dem Adont, einem Seitenbach der Julia, ein Teil des Wassers entnommen. Dieses Wasser fliesst über eine neu zu erstellende, unterirdische Druckleitung zur neuen Kraftwerkzentrale beim bestehenden Wehr Burvagn. Die Bewilligungen für das Kraftwerk liegen bereits vor, die Bevölkerung und Umweltverbände wurden im Jahr 2012 zum ersten Mal über das Vorhaben informiert. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Frühling 2020 und werden knapp zwei Jahre dauern. Die Inbetriebnahme des Kraftwerks, welches rund 15 Millionen Franken kosten wird, ist für Ende 2021 geplant. ​

Beim Stauwehr Löbbia im Bergell und beim Staudamm Marmorera im Surses muss ewz die gesetzlich vorgesehenen Restwassermengen abgeben. Dieses Restwasser soll künftig ebenfalls für die Stromproduktion genutzt werden, bevor es in die Gewässer geleitet wird. Dazu werden an beiden Standorten je ein Dotierwasserkraftwerk gebaut. In Löbbia wird das Kraftwerk unterhalb des Staubeckens gebaut, um das seit 2015 in die Maira abzugebende Dotierwasser energetisch zu nutzen. In Marmorera kann das Kraftwerk in der neu gebauten Kaverne für die Dotiereinrichtung installiert werden. Dieses Dotierwasser wird, bevor es demnächst in die Julia abgegeben wird, künftig zur Stromproduktion genutzt. Es kann jedoch nicht mehr im Kraftwerk Tinizong genutzt werden, was einen jährlichen Produktionsverlust von ca. 25 Gigawattstunden ausmachen wird. Mit den beiden Dotierwasserkraftwerken können jährlich in Löbbia 0,5 Gigawattstunden und in Marmorera 1,3 Gigawattstunden Naturstrom produziert werden. Die Bauarbeiten erfolgen im Jahr 2020. Im gleichen Jahr ist auch die Inbetriebnahme vorgesehen. Die Kosten belaufen sich in Löbbia auf 1 Million Franken, in Marmorera auf 1,4 Millionen Franken.