ewz verfolgt das Ziel, seine Arbeitsplätze und Lagerflächen in der Stadt Zürich auf zwei Standorte zu konzentrieren: auf das Betriebsgebäude in Oerlikon einerseits und den Werkhof Herdern in Zürich-West anderseits. Mit den bestehenden Bauten und der heutigen Ausgestaltung des Areals lässt sich dieses Ziel aber nicht erreichen. Das Hauptgebäude bietet für die künftigen Nutzungen zu wenig Raum, und die Lagerhalle sowie die Lagerflächen im Freien erfüllen die Anforderungen an einen effizienten Verkehrs- und Warenfluss nicht mehr. Kommt hinzu, dass das rund 45 Jahre alte Betriebsgebäude zahlreiche Schäden aufweist und sowohl sicherheitstechnisch als auch energetisch sanierungsbedürftig ist. Ferner ist die Führung des Mühlewegs, der das Areal durchquert, unbefriedigend.

Markante Verbesserungen gegenüber heute

Stadtrat Michael Baumer hat zusammen mit Fachleuten von ewz im Rahmen einer Medienkonferenz ein Projekt vorgestellt, das die heutige Situation betrieblich sowie städtebaulich markant verbessern wird. Vorgesehen ist die Erweiterung des Hauptgebäudes, der Ersatz der Lagerhalle durch einen Neubau sowie eine Optimierung des Areals im Aussenbereich. Zudem soll das Betriebsgebäude instandgesetzt werden. Schliesslich wird ein neuer Verlauf des Mühlewegs zusammen mit weiteren baulichen Massnahmen dazu führen, dass das Areal für die Öffentlichkeit durchlässig ist. Der Stadtrat beantragt für das gesamte Vorhaben einen Objektkredit von 167,4 Millionen Franken, über den letztlich die Stimmberechtigten befinden müssen.

2000-Watt-taugliche Energieversorgung

Mit dem vorliegenden Projekt schafft der Stadtrat die Voraussetzungen, um den ewz-Geschäftsbereich Verteilnetz an einem aus logistischer Sicht idealen Standort zusammenzufassen. Dank einer Aufstockung des Betriebsgebäudes um zwei Geschosse werden statt den heutigen 350 Arbeitsplätzen deren 600 zur Verfügung stehen, die flexibel nutzbar und dadurch auch für künftige Bedürfnisse geeignet sind. Das Vorhaben ist auch in Bezug auf die Energieversorgung zukunftsweisend. Wichtigste Energiequelle ist das Grundwasser, das mit einer neuartigen Rezirkulationsanlage genutzt werden soll. Darüber hinaus ist eine grossflächige Photovoltaik-Anlage vorgesehen. Verbesserungen wird es ferner mit der Aufteilung des Areals in einen Verwaltungs- und einen Logistikteil geben. Dadurch erfolgt eine Entflechtung des Schwerlasten- und Personenverkehrs, was die Sicherheit für Mitarbeitende sowie für Besucherinnen und Besucher erhöht.

Sofern Gemeinderat und Stimmberechtigte für das Vorhaben grünes Licht geben, sollten die Bauarbeiten in etwa zwei Jahren beginnen können. Der Abschluss ist für 2025 geplant.