Darum geht’s:
Die Sicherheitsdrosselklappe in der Wasserfassung Innerthal ist zentral für den sicheren Betrieb der oberen Stufe des Kraftwerks Wägital. Sie befindet sich innerhalb des Druckstollens und ist im Normalbetrieb in der Offenstellung, Wasser aus dem Wägitalersee kann somit durch den Druckstollen zum Kraftwerk Rempen fliessen. Bei einem Notfallereignis würde die Klappe automatisch schliessen und verhindern, dass weiteres Wasser vom Wägitalersee in den Druckstollen gelangen kann. Seit der letzten Revision in den 1960er-Jahren ist sie ununterbrochen in Betrieb und wird nun grundlegend überarbeitet. Dazu wird die im Durchmesser rund 2,4 Meter grosse Klappe aus der Wasserfassung genommen und bei einem externen Unternehmen revidiert. Gleichzeitig wird die Steuerung der Sicherheitsdrosselklappe von der bestehenden Ölhydraulik auf die umweltfreundliche Wasserhydraulik umgestellt.
Die Wartungsarbeiten beinhalten weiter den Ersatz des Datenkabels zwischen der Wasserfassung Innerthal und der Kraftwerkszentrale Rempen. Das neue Glasfaserkabel verläuft auf einer Länge von rund 3,7 Kilometern im Innern des Druckstollens. Parallel dazu werden mechanische, hydraulische und elektrische Anlagen der Zentrale Rempen überprüft und instandgesetzt.
Obere Kraftwerksstufe für rund drei Monate ausser Betrieb
Für die Wartungsarbeiten investiert die AG Kraftwerk Wägital rund 3,5 Millionen Franken und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die künftige Betriebssicherheit der oberen Kraftwerksstufe. Während der Revision wird die obere Stufe für rund drei Monate ausser Betrieb genommen. In dieser Zeit kann kein Wasser aus dem Wägitalersee durch den Druckstollen abfliessen. Der Wasserspiegel wurde vorgängig abgesenkt, um den natürlichen Zulauf aus dem Einzugsgebiet des Wägitalersees aufnehmen zu können. Während der Bauarbeiten kann es zu vorübergehenden Behinderungen auf der Seestrasse im Bereich der Wasserfassung kommen.
Die AG Kraftwerk Wägital ist ein Partnerwerk von Axpo und ewz, die je 50 Prozent der Anteile halten. Es produziert jährlich rund 128 Millionen Kilowattstunden Strom, dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 35'000 Haushalten.