23.10.2017

Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch. Laut einer Studie von IRENA (International Renewable Energy Agency) beschäftigte der Sektor der erneuerbaren Energien im Jahr 2016 weltweit 9.8 Mio. Menschen. Das entspricht einer Steigerung von 1.1% gegenüber dem Vorjahr.

Zum ersten Mal wurde die IRENA-Studie «Renewable Energy and Jobs» im Jahr 2012 veröffentlicht. Seither hat sich die Zahl der Arbeitsplätze im Solar- und Windenergiebereich mehr als verdoppelt. Der signifikante Anstieg lässt sich laut IRENA vor allem auf sinkende Kosten und staatliche Förderprogramme zurückführen.

Mit 3.1 Mio. Arbeitsplätzen und einem Anstieg von 12% gegenüber dem Vorjahr war die Photovoltaik die grösste Arbeitgeberin unter den erneuerbaren Energien. Das Wachstum stammt vor allem aus China, den USA und Indien. In Japan und Europa sind die Beschäftigungszahlen rückläufig.

Neue Windkraftanlagen in den USA, Deutschland, Indien und Brasilien trugen zum Anstieg der globalen Windarbeitsplätze um 7% auf 1.2 Mio. bei. Flüssige Biokraftstoffe (1.7 Mio. Arbeitsplätze), feste Biomasse (0.7 Mio.) und Biogas (0.3 Mio.) waren ebenfalls wichtige Arbeitgeber. Die Beschäftigung im Bereich der Solarthermie ging um 12% auf 0.8 Mio. zurück. In der Grosswasserkraft waren 1.5 Mio. Menschen angestellt.

Neben der jährlichen Aktualisierung der Arbeitsplätze enthält der Bericht auch die Ergebnisse einer Arbeitsstättenerhebung im Nahen Osten und in Nordafrika. Besonders erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Geschlechterdiskriminierung bei der Beschäftigung im Bereich erneuerbare Energien weniger ausgeprägt zu sein scheint als im Energiesektor insgesamt.

In einer Zeit, in der Arbeitsplätze in vielen Wirtschaftssektoren abgebaut werden, sind das erfreuliche Nachrichten. Auch ewz investiert in den Ausbau und die Förderung von erneuerbaren Energien und wird die Produktion von Wind- und Solarenergie in den kommenden Jahren weiter massiv steigern.

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