Greencity

Zürich

Eine innovative Energielösung für ein nachhaltiges Stadtquartier

Mit Greencity entsteht im Süden von Zürich das erste Teilstück eines neuen Stadtquartiers, das als zertifiziertes 2000-Watt-Areal einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundes leistet. ewz hat die Energielösung geplant, finanziert und realisiert. Für die kommenden drei Jahrzehnte stellt ewz ebenfalls den reibungslosen und nachhaltigen Betrieb sicher.

Wirtschaftlich, zukunftsorientiert und klimafreundlich

Greencity umfasst Wohnungen für 2’000 Personen und Raum für 3’000 Arbeitsplätze. Ziel ist es, den Energieverbrauch um das Dreifache, die Treibhausgasemissionen gar um das Achtfache zu reduzieren – ohne Einbusse der Lebensqualität. Dazu braucht es eine intelligent aufgebaute, nachhaltige Energieversorgung und das ökologische Bewusstsein jedes Einzelnen.

Drei erneuerbare Energiequellen für die Energieversorgung

Die gesamte Energie für Wärme und Kälte produzieren wir direkt vor Ort. Energiequelle für den Betrieb der Wärmepumpen ist primär das Grundwasser aus dem Quartier, das in sechs Brunnen gefasst wird.

Als sekundäre Quelle nutzen wir Erdwärme, die über 215 Erdwärmesonden in einer Tiefe von 220 Metern nutzbar gemacht wird. Diese Aufteilung wurde aufgrund der Arealgrösse und der geologischen Lage notwendig, da sich Greencity sowohl im Grundwasser- als auch im Erdwärmegebiet befindet.

Als dritte erneuerbare Energiequelle dient die Sonnenenergie. Die Photovoltaikanlagen auf den Dächern liefern ökologischen Strom und decken einen Teil des Strombedarfs der Wärmepumpen sowie der Mieterinnen und Mieter von Greencity.

Die komplette Energielösung von ewz umfasst eine zentrale Wärme- und Kälteversorgung mit dem Betrieb von Ammoniak-Wärmepumpen mit total 5 MW Leistung. Vier Wärmepumpen bzw. Kältemaschinen erzeugen die benötigte Wärme und Kälte, die via Energiezentrale verteilt wird. Zwei der Wärmepumpen nutzen die Erdwärme, eine das Grundwasser, die vierte ist für beide Quellen geeignet. Als Redundanz sowie zur Deckung des Spitzenbedarfs dient eine mit Biogas betriebene Wärmeerzeugungsanlage.

Die Erwärmung des Brauchwassers erfolgt dezentral in jedem Gebäude mit einer Wärmepumpe. Als Wärmequelle dient das Rücklaufwasser der Heizgruppe im Winter und die Abwärme aus dem Gebäude bzw. die Umgebungs-, Grundwasser- oder Erdwärme im Sommer. Über ein Kältenetz werden die gewerblichen Liegenschaften gekühlt. Wärme aus der Umgebungsluft und Abwärme aus der Kälteproduktion werden zur Regeneration ins Erdsondenfeld eingespeist. In den Wohngebäuden wird über das Erdsondenfeld auch gekühlt (sogenanntes Freecooling).

Die Wärme- und Kälteproduktion in Greencity ist zu ca. 98% CO₂-frei (Grundwasser und Erdwärme als Energiequellen). Da die Spitzenlast mit Biogas gedeckt wird, können wir auch die restlichen 2% CO₂-neutral zur Verfügung stellen. Insgesamt entspricht das einer Einsparung von 1’900 Tonnen CO₂ pro Jahr im Vergleich zu Erdgas.

Photovoltaikanlagen mit über 500 kWp

Die auf zehn Dächer verteilten Photovoltaikanlagen versorgen die Energiezentrale sowie über ein Beteiligungsmodell die Wohnungen auf dem Areal mit Solarstrom. Bis heute wurden über 500 kWp an PV-Leistung auf dem Areal realisiert, und weitere Anlagen sind für die noch zu realisierenden Gebäude in Planung.

Die PV-Module sind in Ost-West-Richtung aufgeständert. Zusätzlich wurden die Module in V-Form auf den Flachdächern montiert, sodass die höchsten Punkte der Module am Rand ca. 60 cm über dem Substrat stehen. Damit wurde der Dachbegrünung und somit der Biodiversität auf den Dächern von Greencity Rechnung getragen. Wir wenden eine Arealbetrachtung an, bei welcher der Solarstrom vollumfänglich in Greencity verwertet werden kann.

Intelligente Infrastruktur für Elektromobilität

Ein Grossteil der Tiefgaragen bietet eine Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Der Ladeprozess wird durch ein Lademanagement intelligent gesteuert. Damit werden mehrere Elektroautos gleichzeitig sicher sowie kosten- und energieeffizient geladen. Die skalierbare Installation lässt sich bei steigender Nachfrage nachrüsten. Heute sind 24 Ladestationen installiert, die noch nicht alle in Betrieb sind. Die persönliche Ladestation lässt sich einfach mittels RFID-Karte freischalten. Die Abrechnung erfolgt direkt mit den Nutzern und Nutzerinnen der Infrastruktur.

  • 5,0 MW
    Heizleistung
  • 2,0 MW
    Kälteleistung
  • 8’300 MWh/a
    Energie für Heizung und Warmwasser
  • 3’000 MWh/a
    Energie für Kühlung
  • 1900
    Tonnen CO₂-Einsparungen pro Jahr
Federführend bei Planung, Entwicklung und Realisierung von Greencity ist die Losinger Marazzi AG.

Intelligente Infrastruktur made by ewz

Mit unserer integrierten Energie- und Kommunikationslösung gewährleisten wir die wirtschaftliche und ökologische Versorgung von Greencity mit Wärme, Kälte und Strom. Die intelligente Infrastruktur für Telekommunikation, Stromversorgung und Elektromobilität umfasst 13 km Rohre zur Netzinfrastruktur sowie 3 km Glasfaserkabel im Aussen- und 23 km im Innenbereich. Hinzu kommen Photovoltaikanlagen auf den Dächern von 10 Gebäuden. Über ein Beteiligungsmodell können sich die Mieterinnen und Mieter von Greencity direkt an den Anlagen beteiligen und fixe Solarstrommengen nutzen.

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