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Arealentwicklung Fischermätteli

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Arealentwicklung Fischermätteli

Burgdorf BE

Es soll dereinst die grösste Überbauung der Schweiz sein, die nicht nur mit Schweizer Holz erstellt wird, sondern auch den Standard Minergie-A-Eco erfüllt. Dieser verlangt eine positive Energiebilanz und der Aufwand für Raum- und Wassererwärmung, Lufterneuerung sowie für sämtliche elektrischen Geräte und die Beleuchtung muss durch erneuerbare Energien gedeckt sein. Der Zusatz Eco legt das Augenmerk auf die Themen Gesundheit und Bauökologie und sichert einen hohen Wohnkomfort.

In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden, den Strüby Unternehmungen, haben wir für das Areal Fischermätteli eine integrale, ganzheitliche Energieinfrastrukturlösung entwickelt, welche die hohen Anforderungen hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Ökologie erfüllt. Mit der Finanzierung übernehmen wir zudem das Investitions- und Betriebsrisiko eines Grossteils der energietechnischen Anlagen. Die Strüby Unternehmungen treten sowohl als Bauherrschaft wie auch als Gesamtleistungsanbieter (Projektentwicklung, Architektur, Engineering, Produktion, Realisation, Kundendienst, Kundenservice) auf und sind überdies für den Verkauf der Immobilien verantwortlich.

Mehrwerte durch ganzheitliche Energieinfrastrukturlösung

Durch die gezielte Vernetzung und Kombination einzelner Systemkomponenten und Dienstleistungen schaffen wir ökologische und ökonomische Mehrwerte über den gesamten Lebenszyklus der Immobilie. Die Verträge haben eine Laufzeit bis Ende 2044 und beginnen nach Bauetappen gestaffelt.

Holzpellets als der Region

Die zehn Wohngebäude mit insgesamt 169 Wohnungen sowie das Gemeinschaftszentrum sind an ein Areal-Wärmenetz angeschlossen. Herzstück der Wärmeversorgung ist die Heizzentrale mit einer Leistung von 550 kW. Als Energieträger kommen Holzpellets aus der Region zum Einsatz. Durch das Qualitäts-Management-System der Arbeitsgemeinschaft QM Holzheizwerke wird eine effiziente Wärmeproduktion sichergestellt. Wir finanzieren und realisieren die Heizzentrale sowie die Leitungen für die Wärmeverteilung bis zum Haus. Der Bauherr hingegen baut die Installationen für das Brauchwarmwasser und für die Feinverteilung der Wärme in den Häusern. Eine Wärmepumpe anstelle der Holzheizung kam aufgrund der geologischen Gegebenheiten am Standort nicht in Betracht.

100 Prozent erneuerbarer Strom

Nebst den Wärmelieferverträgen vereinbarten wir mit den Eigentümern Stromlieferverträge. Diese regeln die Versorgung der insgesamt sieben Stockwerkeigentümerschaften sowie der Arealeigentümerschaft mit Elektrizität. Da der Baustandard Minergie-A eine 100-prozentige Abdeckung mit erneuerbarem Strom verlangt, wird auf jedem der zehn Hausdächer eine Photovoltaikanlage mit monokristallinen Hochleistungsmodulen installiert. Im Endausbau weisen diese eine Leistung von 722 kWp auf. Laut unserem Projektleiter, Christian Rolli, lag die Herausforderung darin, den geforderten Solarstromertrag zu erreichen und dennoch genügend Platz auf den Dächern für Wartung und Unterhalt der Photovoltaik-Module zu haben. Auf dem Areal sind rund 3200 m² Photovoltaikmodule verbaut. Sollte es zum Beispiel während der Ferien im Sommer zu einer derart hohen Überproduktion kommen, dass nicht der ganze Strom ins Netz eingespeist werden kann, lässt sich die Produktion drosseln.

Zusammenschluss zum Eigenverbrauch

Damit möglichst viel des selbst produzierten Stroms für die Eigenbedarfsdeckung verwendet werden kann, gründen wir für die 169 Eigentümer einen Zusammenschluss zum Eigenverbrauch (ZEV). Dies lohnt sich zum einen für den Betreiber der Photovoltaikanlage, da der lokal produzierte Solarstrom direkt vor Ort gewinnbringend verkauft werden kann. Zum anderen profitieren auch die Mietparteien, denn lokal produzierter Solarstrom ist günstiger als der Strommix aus dem Netz – und erst noch umweltfreundlicher. Diese Win-win-Situation macht ZEV zu einem wichtigen Instrument, um die Rentabilität von Solaranlagen zu verbessern. Als Full-Service-Provider für ZEV übernehmen wir dabei die Planung, Realisierung und Verwaltung des ZEV, kaufen falls nötig zusätzlichen erneuerbaren Strom ein und verkaufen den eigenen Solarstrom bei Überproduktion. Überdies sorgen wir auf dem gesamten Areal für ein optimales Energiemanagement mit dem Ziel der Eigenverbrauchsoptimierung.

E-Mobility-Ladestationen

Unser Energiemanagement steuert die Produktion und die Verbräuche optimal, sodass möglichst bedarfsgerecht produziert werden kann. Der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen wird hier Rechnung getragen. Wird das Fahrzeug zeitgleich mit der Energieproduktion der PV Anlage geladen, ergeben sich zwei Vorteile. Einerseits erhöht sich dadurch der Eigenverbrauch von Solarenergie und anderseits kann das Elektrofahrzeug mit Sonnenstrom fahren. Auf dem Areal stehen anfänglich fünf halböffentliche E-Mobility-Ladestationen zur Verfügung.

Bei Bedarf können weitere fünf Stationen in der zweiten Etappe dazu gebaut werden. Auch haben die Wohnungseigentümerinnen und -eigentümer die Möglichkeit, ihren privaten Parkplatz von uns mit einer Ladestation ausrüsten zu lassen. Die Abrechnung des bezogenen Stromes erfolgt mittels kontaktloser Chipkarten direkt über die Stromrechnung der Haushalte. Um die Energieversorgung optimal dimensionieren zu können, sind die Planer davon ausgegangen, dass nachts bis zu 70 Fahrzeuge geladen werden können.  Die Infrastruktur verteilt die zur Verfügung stehenden Energie intelligent auf alle zu ladenden Fahrzeuge. Die Sicherung hält.

Multimedien-Nebenkostenabrechnung

Die 169 ZEV-Teilnehmer erhalten monatlich eine individuelle, verbrauchsabhängige Multimedien-Nebenkostenabrechnung. Darin sind nebst dem Strom für die Wohnung auch jener für die E-Auto-Ladestation und für die allgemeinen Räume (eigener Solarstrom und Netzbezug) sowie die Wärme für Heizung und Warmwasser enthalten. Daneben rechnen wir auch den Wasserverbrauch sowie Abwasser individuell ab. Rund 800 Zähler sind zur Erfassung der Verbräuche auf dem Areal installiert. Die Kunden erhalten monatlich eine verbrauchsabhängige, übersichtliche Rechnung für sämtliche messbare Medien, wodurch sich die Abrechnungsaufwände für die Verwaltung deutlich minimieren. Die Daten werden für die Eigentümer zudem auf einer Online-Plattform visualisiert und dienen gleichzeitig als Basis für betriebliche Optimierungen.

Optimal und sicher versorgt

Nach der Inbetriebnahme stellen unsere Spezialistinnen und Spezialisten den Betrieb und die Instandhaltung der technischen Anlagen (HLKSE) für mehr als 20 Jahre sicher. Die Verfügbarkeit wird durch eine Fernüberwachung und unseren 24/7-Bereitschaftsdienst gewährleistet. Mit unserem Energiemonitoring lassen sich aus den regelmässigen Reportings wirtschaftliche und ökologische Kennzahlen ableiten und weitere Potenziale zur Effizienzsteigerung evaluieren.

Das von uns ausgearbeitete Gesamtkonzept hat die Bauherrschaft überzeugt: «Unsere Vorgaben hinsichtlich einer ökologischen und wirtschaftlichen Lösung, die von einem Partner ganzheitlich realisiert und unterhalten werden kann, wurde von ewz Energielösungen sehr gut umgesetzt», findet Bruno Kälin, Mitglied der Geschäftsleitung der Strüby Konzept AG.

  • 550 kW
    Wärmeleistung mit Holzpellets
  • 700 kWp
    PV-Leistung für den Eigenverbrauch
  • 800
    Zähler für eine intelligente Verrechnungslösung
  • 5
    E-Mobility-Ladestationen
  • 100%
    CO₂-neutral
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