Engagiert in die Zukunft: Wir sind das führende Unternehmen mit wegweisenden Energie- und Kommunikationslösungen. Wir übernehmen Verantwortung für eine nachhaltige Energiezukunft und bieten unseren Kundinnen und Kunden innovative Produkte und Geschäftsideen.

Unternehmenswerte.

engagiert.

ewz nimmt bestehende Herausforderungen als zukünftige Chance wahr und engagiert sich für eine nachhaltige und moderne Energieversorgung. Um dieses Ziel zu erreichen, investiert ewz in vielfältige Forschungs- und Entwicklungsprojekte und Produkte. Als Partner der Kundinnen und Kunden leistet ewz einen wichtigen Beitrag zu deren Wertschöpfung.

Engagement, engagiert, Unternehmenswerte

nachhaltig.

ewz begleitet seine Kundinnen und Kunden in eine nachhaltige Zukunft. Der kontinuierliche Ausbau der erneuerbaren Energien in Kombination mit einer modernen Stromnetz- und Kommunikationsinfrastruktur bildet die Basis für vollständige und nachhaltige Energielösungen.

Nachhaltigkeit, nachhaltig, Unternehmenswerte

visionär.

Als Schweizer Pionier für Energie- und Kommunikationslösungen verfolgt ewz die Vision einer erneuerbaren Zukunft für alle Menschen. Mit Weitsicht bietet ewz seinen Kundinnen und Kunden eine Welt, in der nachhaltige und innovative Lösungen verständlich und attraktiv sind.

Nachhaltigkeit, nachhaltig, Unternehmenswerte

einfach.

​ewz bietet individuelle Energie- und Kommunikationslösungen. Das Leistungsangebot garantiert den Kundinnen und Kunden Sicherheit bei der Wahl ihres Anbieters. Die Lösungen sind verständlich und einfach nutzbar.

Rechtsformänderung. «ewz bedauert den Entscheid des Zürcher Gemeinderates, nicht auf die Vorlage einzutreten, wird aber weiterhin alles daran setzen, das führende Unternehmen mit wegweisenden Energie- und Kommunikationslösungen zu bleiben.»

Marcel Frei, Direktor

Rechtsformänderung.

Der Energiemarkt hat sich grundlegend verändert. Um den neuen Herausforderungen optimal zu begegnen, hat der Zürcher Stadtrat vorgeschlagen, ewz in eine öffentlich-rechtliche Anstalt im vollständigen Besitz der Stadt Zürich umzuwandeln. Die angepasste Rechtsform sollte eine klare Trennung von politisch-strategischer und unternehmerischer Steuerung des Unternehmens ermöglichen, die Vertraulichkeit von geschäftskritischen Informationen gewährleisten und die Kontrolle über Chancen und Risiken im Wettbewerb durch einen fachlich zusammengesetzten Verwaltungsrat erhöhen. Am 26. Oktober 2016 hat der Gemeinderat der Stadt Zürich mit 81 zu 41 Stimmen entschieden, nicht auf diese Vorlage einzutreten. ewz bedauert diesen Entscheid, wird aber weiterhin alles daran setzen, das führende Unternehmen mit wegweisenden Energie- und Kommunikationslösungen zu bleiben.

Fazit der Rechtsformanpassung waren:

  • Gemeinderat und Stadtrat legen nach wie vor die politischen Leitlinien aus Eigentümersicht fest.
  • Ein nach fachlichen Kriterien zusammengesetzter Verwaltungsrat fällt die unternehmerischen Entscheide.
  • Die Entscheidungswege verkürzen sich und geschäftskritische Informationen bleiben vertraulich

 

Warum eine öffentlich-rechtliche Anstalt?

Vorteil einer öffentlich-rechtlichen Anstalt in Kürze: Die Rechtsform erlaubt massgeschneiderte Lösungen. Entsprechend bleibt der politische Einfluss dort erhalten, wo ewz im Monopol steht (Verteilnetz und Grundversorgung), derweil unternehmerisches Handeln dort im Vordergrund steht, wo ewz im freien Wettbewerb steht und agil sein muss. Der Stadtrat möchte, dass ewz zu 100% im Eigentum der Stadt bleibt und gleichzeitig den nötigen Handlungsspielraum erhält, um langfristig im Wettbewerb bestehen zu können.

Dafür sieht die neue Rechtsform eine konsequente Trennung zwischen politisch-strategischen und unternehmerischen Entscheiden vor:

  • Gemeinderat und Stadtrat erteilen ewz als politische Gremien und als Vertreter der Eigentümerin Stadt Zürich in der ewz-Verordnung den Leistungsauftrag und geben im Rahmen der Eigentümerstrategie die strategische Ausrichtung vor.
  • Innerhalb dieser Leitlinien fällen ein neu eingesetzter Verwaltungsrat sowie die Geschäftsleitung des ewz die unternehmerischen Entscheide.

Warum keine Aktiengesellschaft?

Bei einer Anstalt des öffentlichen Rechts besteht viel mehr Spielraum als bei einer AG, die Zuständigkeiten zwischen den Führungsgremien und dem Stadt- und Gemeinderat zu regeln. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Zuständigkeit für politisch sensible Themen weiterhin beim Stadt- bzw. Gemeinderat verbleibt, was bei einer AG grundsätzlich nicht möglich ist.

Vor rund 15 Jahren wurde bereits ein Versuch unternommen, ewz in eine AG auszugliedern. Die Stimmbürger/-innen der Stadt Zürich verwarfen damals die Ausgliederung ganz knapp. Das kantonale Gemeindegesetz sah damals auf kommunaler Ebene die Rechtsform der öffentlich-rechtlichen Anstalt nicht vor.

Wieso sind Rahmenkredite das falsche Instrument?

  

Über einen Rahmenkredit entscheiden heute der Gemeinderat oder die Stimmbürger/-innen und geben damit dem Stadtrat die Kompetenz, im Rahmen des bewilligten Finanzrahmens Entscheidungen zu fällen. Auf die Dauer ist diese Lösung ungeeignet, weil auch in diesem Fall der Stadtrat als politisches Gremium unternehmerische Entscheide fällen muss. Seine Funktion, nämlich die Aufsicht über die Verwaltung, tritt dabei in den Hintergrund. Den politischen Gremien fehlt es zumindest teilweise an den notwendigen energiewirtschaftlichen, betriebswirtschaftlichen oder technischen Kenntnissen und Erfahrungen zur Fällung solcher Entscheidungen.

Das Auslaufen von Rahmenkrediten verhindert zudem eine stetige Investitionstätigkeit. Zudem ist der administrative Aufwand gross, um gesprochene Kredite optimal auszuschöpfen.

Gibt es Unternehmen mit vergleichbarer Rechtsform?

Die Elektrizitätswerke namentlich von Bern, Basel, Genf sowie jenes des Kantons Zürich sind ebenfalls in Form einer öffentlich-rechtlichen Anstalt ausgestaltet.

Was ändert sich für das Personal?

Nichts. Die Anstellung richtet sich weiterhin nach dem Personalrecht der Stadt Zürich und die Mitarbeitenden von ewz bleiben bei der Pensionskasse der Stadt Zürich versichert. Damit sind:

  • Anstellungsbedingungen,
  • Sozialleistungen sowie
  • Pensionskassenlösungen weiterhin gültig.

Welche Zusätze und Ausnahmen sind möglich?

Sofern keine Schlechterstellung gegenüber dem Personalrecht der Stadt Zürich besteht, kann der Verwaltungsrat:

  • betriebsnotwendige Abweichungen beim Stadtrat beantragen (z.B. EDL-Facility-Management mit Nacht- und Sonntagsarbeit oder 24-Stunden-Energiehandel).
  • einem möglichen branchenweiten Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zustimmen.

Kann ewz neu Stromtarife in eigener Kompetenz festlegen?

 

Nein, der Gemeinderat wird auch weiterhin für die Festsetzung der Tarife im Monopolbereich und für die Festlegung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen zuständig sein, soweit er die Kompetenz hierfür nicht dem Stadtrat delegiert hat.

Wie sieht der Zeitplan des politischen Prozesses aus?

 

Nach dem Stadtratsbeschluss folgt die Beratung im Gemeinderat, welche mehrere Monate dauern dürfte. Danach folgt eine Volksabstimmung, da es sich um eine Änderung der Gemeindeordnung (GO) handelt.

Warum wird nicht der Entscheid über die vollständige Markt-liberalisierung abgewartet, bevor über die Rechtsformänderung von ewz entschieden wird?

Die vollständige Liberalisierung des Strommarkts ist nicht der Grund, weshalb jetzt über die Rechtsformänderung entschieden werden soll. Der dringliche Handlungsbedarf besteht unabhängig davon, ob die zweite Stufe der Marktöffnung kommt oder nicht. Schon heute befinden sich zwei Drittel des Stromabsatzes von ewz im freien Markt.

Es ist von mehr Chancen aber auch Risiken im Markt die Rede. Wer überwacht diese?

ewz wird das aufgebaute Risikomanagement erweitern und verfeinern. Die Verantwortung für die Überwachung trägt in Zukunft nebst den zuständigen politischen Gremien in erster Linie der Verwaltungsrat der Anstalt.

Bleibt die jährliche Abgabe an die Stadt Zürich bestehen?

Bisher lieferte das ewz eine Abgabe von 6% bis 9 % des erzielten Jahresumsatzes an die Stadt ab. Das ewz ist in Zukunft gesund und nachhaltig zu finanzieren, damit die Risiken für die Stadt minimal bleiben. Als Eigentümerin soll die Stadt auch in Zukunft einen Beitrag vom jährlichen Gewinn erhalten.

Nach welchen Kennzahlen wird sich die Höhe der Gewinnabgabe richten und wer entscheidet darüber?

Die Gewinnausschüttung wird sich an Kennzahlen wie der Eigenkapitalquote, der Liquiditätssituation, der Investitionsstrategie sowie am erwirtschafteten Jahresgewinn orientieren. Über die Gewinnabgabe soll der Stadtrat entscheiden.

Höhe des Eigenkapitals der Stadt (= Dotationskapital der Anstalt)?

ewz bleibt zu 100% im Eigentum der Stadt. In der Bilanz der Stadtrechnung wird es neu als Beteiligung der Stadt mit einem voraussichtlichen Wert von rund 1 Milliarde Franken geführt.

Hat der Stadtrat ein Vetorecht?

 

 

Bei grösseren Akquisitionen hat der Stadtrat ein Vetorecht, um die Interessen der Stadt Zürich zu wahren. Grundsätzlich soll der Entscheid über den Kauf von Unternehmungen oder Anteilen an Unternehmungen aber dem Verwaltungsrat obliegen. Bei der Überschreitung gewisser Risiko-Schwellenwerte ist die Genehmigung durch den Stadtrat nötig, um das Risiko für die Stadt zu minimieren (Details siehe Finanzen).

Was sind Risiko-Schwellenwerte bei Akquisitionen?

Die Risiko-Schwellenwerte werden erreicht, wenn

  • die Akquisition die konsolidierte Bilanzsumme der Anstalt um 5 Prozent vergrössert oder wenn
  • die konsolidierte Eigenkapitalquote unter 40 Prozent sinkt.